Es gibt Kapitel im Leben, die man nicht abschließt, indem man sie löscht, sondern indem man sie erzählt. Dieses hier gehört dazu.
Über Jahre war die Kundalini-Meditation meine tägliche Praxis. Initiiert wurde ich von Guru Sitarasu in Kuala Lumpur, einem direkten Schüler von G.P. Mahan, in dessen Linie eine bewusst sanfte Form der Kundalini-Aktivierung gelehrt wird: keine dramatischen Erweckungen, keine forcierten Techniken, sondern eine stille Meditation, die die Lebensenergie behutsam und in mehreren Stufen weckt. Gelernt habe ich sie persönlich, bei ihm und bei Master Jihan Yap, ebenfalls in Kuala Lumpur; 2016 wurde ich initiiert. Nach Malaysia kam ich über einen langen Umweg: 2013 war ich allein als Frau durch Südostasien unterwegs, und diese Monate haben mich für vieles geöffnet, was danach kam.
Was die Praxis mit mir gemacht hat
Ich bin vorsichtig mit großen Worten, und trotzdem: Diese Jahre haben mein Bewusstsein verändert. Mein Denken wurde klarer und schneller, als hätte jemand einen Schleier von meiner Wahrnehmung genommen. Meine Intuition, das, was Traditionen das dritte Auge nennen, wurde von einer leisen Ahnung zu einem verlässlichen inneren Sinn. Und ich erlebte, wie sich Dinge, die ich mir aufrichtig wünschte, mit erstaunlicher Leichtigkeit zu fügen begannen. Manifestation war für mich vorher ein Buzzword. Danach war es eine Erfahrung.
Das ist mein Erleben, keine Verheißung. Kundalini-Arbeit wirkt bei jedem Menschen anders, und sie verdient Respekt: Wer sich für diesen Weg interessiert, sollte sich eine erfahrene, seriöse Begleitung suchen und auf den eigenen Körper hören. Gerade bei psychischer Vorbelastung gehört eine solche Praxis in erfahrene Hände und im Zweifel zuerst ins Gespräch mit Ärztin oder Therapeut.
Warum ich sie nicht mehr anbiete
Die ehrliche Antwort: weil ich mich entschieden habe. Wer vieles anbietet, begleitet nichts bis auf den Grund. Meine Arbeit bei Sacred Self hat sich auf die IFS-Begleitung und die Integration psychedelischer Erfahrungen verdichtet, und ich möchte, dass Menschen, die zu mir kommen, genau wissen, wofür ich stehe. Die Kundalini-Jahre sind deshalb nicht verschwunden. Sie sitzen mit in jeder Sitzung: als Erdung, als Präsenz, als tiefer Respekt vor dem, was in einem Menschen erwachen kann. Meine Klient:innen müssen dafür nichts glauben und nichts praktizieren. Es genügt, dass ich weiß, wie sich große innere Bewegungen anfühlen, von innen.
Wenn dich dieser Weg ruft
Dann geh ihn langsam, mit guter Begleitung und wachem Blick. Und wenn du nach einer intensiven Erfahrung, welcher Art auch immer, jemanden suchst, der dir hilft, das Erlebte zu ordnen und in dein Leben zu holen: Genau dafür bin ich da.






